Haftarat Schemot

Wochenabschnitt: שְׁמוֹת • Schemot

Isaiah 27:6 – 28:13; Isaiah 29:22-23

עִבְרִית • Hebräischer Text

פרק כז

ו הַבָּאִים֙ יַשְׁרֵ֣שׁ יַֽעֲקֹ֔ב יָצִ֥יץ וּפָרַ֖ח יִשְׂרָאֵ֑ל וּמָֽלְא֥וּ פְנֵֽי־תֵבֵ֖ל תְּנוּבָֽה:
ז הַכְּמַכַּ֥ת מַכֵּ֖הוּ הִכָּ֑הוּ אִם־כְּהֶ֥רֶג הֲרֻגָ֖יו הֹרָֽג:
ח בְּסַאסְּאָ֖ה בְּשַׁלְחָ֣הּ תְּרִיבֶ֑נָּה הָגָ֛ה בְּרוּח֥וֹ הַקָּשָׁ֖ה בְּי֥וֹם קָדִֽים:
ט לָכֵ֗ן בְּזֹאת֙ יְכֻפַּ֣ר עֲו‍ֹֽן־יַֽעֲקֹ֔ב וְזֶ֕ה כָּל־פְּרִ֖י הָסִ֣ר חַטָּאת֑וֹ בְּשׂוּמ֣וֹ | כָּל־אַבְנֵ֣י מִזְבֵּ֗חַ כְּאַבְנֵי־גִר֙ מְנֻפָּצ֔וֹת לֹֽא־יָקֻ֥מוּ אֲשֵׁרִ֖ים וְחַמָּנִֽים:
י כִּ֣י עִ֚יר בְּצוּרָה֙ בָּדָ֔ד נָוֶ֕ה מְשֻׁלָּ֥ח וְנֶעֱזָ֖ב כַּמִּדְבָּ֑ר שָׁ֣ם יִרְעֶ֥ה עֵ֛גֶל וְשָׁ֥ם יִרְבָּ֖ץ וְכִלָּ֥ה סְעִפֶֽיהָ:
יא בִּיבֹ֚שׁ קְצִירָהּ֙ תִּשָּׁבַ֔רְנָה נָשִׁ֕ים בָּא֖וֹת מְאִיר֣וֹת אוֹתָ֑הּ כִּ֣י לֹ֚א עַם־בִּינוֹת֙ ה֔וּא עַל־כֵּן֙ לֹֽא־יְרַֽחֲמֶ֣נּוּ עֹשֵׂ֔הוּ וְיֹֽצְר֖וֹ לֹ֥א יְחֻנֶּֽנּוּ:
יב וְהָיָה֙ בַּיּ֣וֹם הַה֔וּא יַחְבֹּ֧ט יְהֹוָ֛ה מִשִּׁבֹּ֥לֶת הַנָּהָ֖ר עַד־נַ֣חַל מִצְרָ֑יִם וְאַתֶּ֧ם תְּלֻקְּט֛וּ לְאַחַ֥ד אֶחָ֖ד בְּנֵ֥י יִשְׂרָאֵֽל:
יג וְהָיָ֣ה | בַּיּ֣וֹם הַה֗וּא יִתָּקַע֘ בְּשׁוֹפָ֣ר גָּדוֹל֒ וּבָ֗אוּ הָאֹֽבְדִים֙ בְּאֶ֣רֶץ אַשּׁ֔וּר וְהַנִּדָּחִ֖ים בְּאֶ֣רֶץ מִצְרָ֑יִם וְהִשְׁתַּֽחֲו֧וּ לַֽיהֹוָ֛ה בְּהַ֥ר הַקֹּ֖דֶשׁ בִּירֽוּשָׁלִָֽם:

 פרק כח

א ה֗וֹי עֲטֶ֚רֶת גֵּאוּת֙ שִׁכֹּרֵ֣י אֶפְרַ֔יִם וְצִ֥יץ נֹבֵ֖ל צְבִ֣י תִפְאַרְתּ֑וֹ אֲשֶׁ֛ר עַל־רֹ֥אשׁ גֵּֽיא־שְׁמָנִ֖ים הֲל֥וּמֵי יָֽיִן:
ב הִנֵּ֨ה חָזָ֚ק וְאַמִּץ֙ לַֽאדֹנָ֔י כְּזֶ֥רֶם בָּרָ֖ד שַׂ֣עַר קָ֑טֶב כְּ֠זֶרֶם מַ֣יִם כַּבִּירִ֥ים שֹׁטְפִ֛ים הִנִּ֥יחַ לָאָ֖רֶץ בְּיָֽד:
ג בְּרַגְלַ֖יִם תֵּֽרָמַ֑סְנָה עֲטֶ֥רֶת גֵּא֖וּת שִׁכּוֹרֵ֥י אֶפְרָֽיִם:
ד וְהָ֨יְתָ֜ה צִיצַ֚ת נֹבֵל֙ צְבִ֣י תִפְאַרְתּ֔וֹ אֲשֶׁ֥ר עַל־רֹ֖אשׁ גֵּ֣יא שְׁמָנִ֑ים כְּבִכּוּרָהּ֙ בְּטֶ֣רֶם קַ֔יִץ אֲשֶׁ֨ר יִרְאֶ֚ה הָֽרֹאֶה֙ אוֹתָ֔הּ בְּעוֹדָ֥הּ בְּכַפּ֖וֹ יִבְלָעֶֽנָּה:
ה בַּיּ֣וֹם הַה֗וּא יִֽהְיֶה֙ יְהֹוָ֣ה צְבָא֔וֹת לַֽעֲטֶ֣רֶת צְבִ֔י וְלִצְפִירַ֖ת תִּפְאָרָ֑ה לִשְׁאָ֖ר עַמּֽוֹ:
ו וּלְר֖וּחַ מִשְׁפָּ֑ט לַיּוֹשֵׁב֙ עַל־הַמִּשְׁפָּ֔ט וְלִ֨גְבוּרָ֔ה מְשִׁיבֵ֥י מִלְחָמָ֖ה שָֽׁעְרָה:
ז וְגַם־אֵ֙לֶּה֙ בַּיַּ֣יִן שָׁג֔וּ וּבַשֵּׁכָ֖ר תָּע֑וּ כֹּהֵ֣ן וְנָבִיא֩ שָׁג֨וּ בַשֵּׁכָ֜ר נִבְלְע֣וּ מִן־הַיַּ֗יִן תָּעוּ֙ מִן־הַשֵּׁכָ֔ר שָׁגוּ֙ בָּֽרֹאֶ֔ה פָּק֖וּ פְּלִֽילִיָּֽה:
ח כִּי כָּל־שֻׁלְחָנ֔וֹת מָֽלְא֖וּ קִ֣יא צֹאָ֑ה בְּלִ֖י מָקֽוֹם:
ט אֶת־מִי֙ יוֹרֶ֣ה דֵעָ֔ה וְאֶת־מִ֖י יָבִ֣ין שְׁמוּעָ֑ה גְּמוּלֵי֙ מֵֽחָלָ֔ב עַתִּיקֵ֖י מִשָּׁדָֽיִם:
י כִּ֣י צַ֚ו לָצָו֙ צַ֣ו לָצָ֔ו קַ֥ו לָקָ֖ו קַ֣ו לָקָ֑ו זְעֵ֥יר שָׁ֖ם זְעֵ֥יר שָֽׁם:
יא כִּי בְּלַֽעֲגֵ֣י שָׂפָ֔ה וּבְלָשׁ֖וֹן אַחֶ֑רֶת יְדַבֵּ֖ר אֶל־הָעָ֥ם הַזֶּֽה:
יב אֲשֶׁ֣ר | אָמַ֣ר אֲלֵיהֶ֗ם זֹ֚את הַמְּנוּחָה֙ הָנִ֣יחוּ לֶֽעָיֵ֔ף וְזֹ֖את הַמַּרְגֵּעָ֑ה וְלֹ֥א אָב֖וּא שְׁמֽוֹעַ:
יג וְהָיָ֨ה לָהֶ֜ם דְּבַר־יְהֹוָ֗ה צַ֣ו לָצָ֞ו צַ֚ו לָצָו֙ קַ֚ו לָקָו֙ קַ֣ו לָקָ֔ו זְעֵ֥יר שָׁ֖ם זְעֵ֣יר שָׁ֑ם לְמַ֨עַן יֵֽלְכ֜וּ וְכָֽשְׁל֚וּ אָחוֹר֙ וְנִשְׁבָּ֔רוּ
וְנֽוֹקְשׁ֖וּ וְנִלְכָּֽדוּ:

 פרק כט

כב לָכֵ֗ן כֹּֽה־אָמַ֚ר יְהֹוָה֙ אֶל־בֵּ֣ית יַֽעֲקֹ֔ב אֲשֶׁ֥ר פָּדָ֖ה אֶת־אַבְרָהָ֑ם לֹֽא־עַתָּ֚ה יֵבוֹשׁ֙ יַֽעֲקֹ֔ב וְלֹ֥א עַתָּ֖ה פָּנָ֥יו יֶֽחֱוָֽרוּ:
כג כִּ֣י בִ֠רְאֹתוֹ יְלָדָ֞יו מַֽעֲשֵׂ֥ה יָדַ֛י בְּקִרְבּ֖וֹ יַקְדִּ֣ישׁוּ שְׁמִ֑י וְהִקְדִּ֙ישׁוּ֙ אֶת־קְד֣וֹשׁ יַֽעֲקֹ֔ב וְאֶת־אֱלֹהֵ֥י יִשְׂרָאֵ֖ל יַֽעֲרִֽיצוּ:

Deutsche Übersetzung

Jesaja 27

6 In den kommenden Tagen wird Jaakow Wurzeln schlagen, Israel wird blühen und sprossen, und sie werden die ganze Welt mit Ertrag erfüllen.
7 Hat Er es geschlagen wie den Schlag dessen, der es schlug? Oder wurde es getötet wie die Erschlagenen seiner Feinde?
8 Mit Maß, durch Vertreibung, hast Du mit ihm gestritten; Er entfernte es durch Seinen harten Wind am Tag des Ostwinds.
9 Darum wird durch dies die Schuld Jaakows gesühnt, und dies ist die ganze Frucht der Entfernung seiner Sünde: dass er alle Steine des Altars macht wie zerstoßene Kalksteine, sodass Ascherot und Sonnensäulen nicht mehr aufgerichtet werden.
10 Denn die befestigte Stadt liegt einsam da, eine verlassene Wohnstätte, aufgegeben wie die Wüste; dort weidet das Kalb, dort lagert es und verzehrt ihre Zweige.
11 Wenn ihre Zweige verdorren, werden sie abgebrochen; Frauen kommen und zünden sie an. Denn es ist ein Volk ohne Einsicht, darum erbarmt sich sein Schöpfer nicht über sie, und sein Bildner erweist ihnen keine Gnade.
12 Und es wird geschehen an jenem Tag: Haschem wird ausschlagen vom Strom des Euphrat bis zum Bach Ägyptens, und ihr werdet einzeln gesammelt werden, ihr Kinder Israels.
13 Und es wird geschehen an jenem Tag: Ein großer Schofar wird geblasen, und kommen werden die Verlorenen im Land Assur und die Vertriebenen im Land Ägypten, und sie werden sich vor Haschem niederwerfen auf dem heiligen Berg in Jerusalem.

Jesaja 28

1 Wehe der stolzen Krone der Trunkenen von Efrajim und der welkenden Blume seines prächtigen Schmucks, die auf dem Gipfel des fruchtbaren Tals liegt, der vom Wein Benebelten.
2 Siehe, Haschem hat einen starken und mächtigen: wie ein Hagelsturm, ein verderbender Orkan, wie ein reißender Wasserstrom – er wirft sie mit Gewalt zu Boden.
3 Mit Füßen wird zertreten die stolze Krone der Trunkenen von Efrajim.
4 Und die welkende Blume seines prächtigen Schmucks, die auf dem Gipfel des fruchtbaren Tals liegt, wird sein wie eine Frühfeige vor dem Sommer: Wer sie sieht, verschlingt sie, kaum dass sie in seiner Hand ist.
5 An jenem Tag wird Haschem der Heerscharen für den Rest Seines Volkes zur Krone des Schmuckes und zum Diadem der Herrlichkeit werden,
6 und zum Geist des Rechts für den, der zu Gericht sitzt, und zur Kraft für jene, die den Kampf bis zum Tor zurückschlagen.
7 Doch auch diese irrten durch Wein und taumelten durch starkes Getränk: Priester und Prophet irrten durch starkes Getränk, wurden vom Wein verschlungen, taumelten vom Rausch; sie irrten im Sehen, wankten im Urteil.
8 Denn alle Tische sind voll von Erbrochenem und Unrat, ohne einen sauberen Platz.
9 Wen will man Erkenntnis lehren, und wem Verständnis der Botschaft erklären? Entwöhnte von der Milch, Abgesetzte von der Brust?
10 Denn Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift, Maß auf Maß, Maß auf Maß, ein wenig hier, ein wenig dort.
11 Denn mit stammelnden Lippen und in fremder Sprache wird Er zu diesem Volk reden.
12 Er, der zu ihnen sagte: Dies ist die Ruhe – lasst den Ermatteten ruhen -, und dies ist die Erquickung; doch sie wollten nicht hören.
13 So wurde für sie das Wort Haschems: Vorschrift auf Vorschrift, Maß auf Maß, ein wenig hier, ein wenig dort – damit sie hingehen und rücklings stürzen, zerbrechen, verstrickt und gefangen werden.

Jesaja 29

22 Darum spricht Haschem zum Haus Jaakow, Er, der Awraham erlöst hat: Nicht mehr wird Jaakow beschämt sein, und nicht mehr wird sein Gesicht erblassen.
23 Denn wenn er seine Kinder sieht, das Werk Meiner Hände in seiner Mitte, werden sie Meinen Namen heiligen; sie werden den Heiligen Jaakows heiligen und den Gott Israels fürchten.

Kommentar und Kontext

Die Haftara zu Schemot beschreibt Israels Weg von Verfehlung und Zerstreuung hin zu Sammlung und Erneuerung. Jeschajahu macht deutlich, dass Leid und Gericht nicht der Vernichtung dienen, sondern der Reinigung und Korrektur. Haschem handelt maßvoll: Israel wird nicht ausgelöscht, sondern vorbereitet auf neues Wachstum.

Zentral ist die Zusage, dass Israel nach Zeiten geistiger Verwirrung und falscher Sicherheit wieder Erkenntnis erlangt. Überheblichkeit, moralische Trägheit und geistige Blindheit werden benannt, doch sie haben nicht das letzte Wort. Haschem selbst wird zum Halt und zur Krone für den treuen Rest des Volkes.

Die Sammlung der Zerstreuten aus Assur und Ägypten geschieht bewusst und einzeln. Der große Schofar steht für den endgültigen Ruf zur Rückkehr und zur Wiederherstellung der Beziehung zwischen Israel und Haschem. Am Ende steht die Heiligung des göttlichen Namens: Israel erkennt Haschems Handeln und kehrt aus Einsicht und nicht aus Zwang zurück.